Dass du aus dem Bergischen kommst gibt dir bei mir schon viele Bonuspunkte

. Trotzdem will ich dir für zukünftige Videos einige Tipps geben.
Wie schon gesagt, die Linse war dreckig. Ich persönlich habe es mir zur Angewohnheit gemacht jeweils morgens bevor ich die Aufnahmen starte noch kurz das Objektiv zu reinigen.
Dann empfehle ich dir, dass du die automatischen Einstellungen für die Blende und den Weissabgleich ausschaltest wenn du gegen die Sonne filmst um anschliessend in dunklere Bereich wechselst. Man kriegt mit dieser Kamerafahrt geile Szenen hin. So richtig geil werden sie aber auch nur, wenn man was sieht

. Zugegeben, es braucht etwas Übung bis man die Einstellungen manuell vornehmen, gleichzeitig filmen und auch noch die Umgebung beobachten kann. Aber es ist möglich

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Weiter hilft es dir vielleicht, wenn du während du beim Gehen filmst die Kamera nur mit einer Hand hältst, mit der zweiten Hand leicht stabilisierst sofern dies nötig ist und dann die Kamera quasi auf deiner Hand schweben lässt. Dabei ist es hilfreich, wenn du den Unterarm senkrecht ausrichtest und ihn so als Schwebestativ nutzt. Dabei hältst du den Arm locker. So kannst du die Gehbewegungen auffangen. Auch das erfordert etwas Übung, lässt sich aber problemlos umsetzen (je schwerer die Kamera desto einfacher wirds - nicht nur diesbetreffend, denn ne schwerere Kamera lässt sich in jedem Falle ruhiger führen).
Den Schnitt scheinst du an und für sich schon ganz gut im Griff zu haben. Manchmal ist hier weniger mehr. Die Effekte hast du gezielt gesetzt und sie sind an den richtigen stellen. Überlege dir aber jenachdem, ob du sie wirklich in solch grosser Anzahl einsetzen willst. Du kannst zudem Szenen kürzen. Wie du im
Looping der Mamba stehst zum Beispiel. Die Bahn fährt den
Looping hoch und ist dann erstmal lange nicht zu sehen. Es ist schon klar, dass die Bahn die Strecke abfahren muss. Nur ist es teilweise sinnvoller, wenn man in einem solchen Videoclip gezielt die Bewegung in den Vordergrund setzt. Hältst du zu lange auf die selbe Stelle drauf, so kann sich der Zuschauer alles ganz genau anschauen. In diesem Moment wird für ihn unter Umständen das Bild langweilig. Achte darauf, dass du den Blick des Zuschauers bestimmt. Er darf sich nie fühlen, als würde er selbst hinter der Kamera stehen. Auch das ist nicht immer einfach, lässt sich aber mit den richtigen Kamerastandorten und den passenden Kamerafahrten problemlos umsetzen.
Dein Clip gefällt mir in seiner Aufmachung sehr gut. Vorallem setzt du einen WMV-Codec ein. Damit hast du bei mir schon gepunktet. Allerdings empfehle ich dir, beim nächsten Mal einen anderen WMV-Codec zu verwenden. Denn hier wirkt das Bild manchmal nicht mehr flüssig, es sind auch leichte Unschärfen zu erkennen, die beim Encodieren entstanden sind. Ich selbst setze auf den Indeo-Codec. Der hat mir noch nie grössere Probleme bereitet. Er ist nur dann nicht geeignet, wenn du den Clip anschliessend in andere Formate wandeln willst. Ihn nutzt du am besten in einer VHS-Auflösung mit 500 - 700 kBit/s. Dies gibt allgemein sehr gute Bilder und eine akzeptable Dateigrösse.
Wie gesagt, als Ganzes betrachtet finde ich deinen Clip toll. Er sticht mit seiner Art aus der Masse heraus. Mir gefällt er

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